Neues

    • Videointerview mit Miyuki Tsugami
      Neues

      11.11.2020

      Genau vor einem Jahr lief die Ausstellung "View - Life and Waterways" von Miyuki Tsugami. Wir möchten Sie auf diesem Wege auf ein Interview mit der Künstlerin aufmerksam machen, das gerade auf der Homepage von Taipei Fine Arts Museum zu sehen ist. In dem Interview, das anlässlich der Gruppenausstellung "The Herstory of Abstraction in East Asia" (Juli-Oktober 2019) ... mehr lesen
      Genau vor einem Jahr lief die Ausstellung "View - Life and Waterways" von Miyuki Tsugami. Wir möchten Sie auf diesem Wege auf ein Interview mit der Künstlerin aufmerksam machen, das gerade auf der Homepage von Taipei Fine Arts Museum zu sehen ist. In dem Interview, das anlässlich der Gruppenausstellung "The Herstory of Abstraction in East Asia" (Juli-Oktober 2019) geführt wurde, erläutert Miyuki Tsugami anhand Ihrer Arbeiten ihre Gedanken zu dem Begriff "Abstrakte Malerei". Eine kleine Gedankenreise, aufgezeichnet in Tsugamis Atelier in Kamakura, Japan. Viel Vergnügen!

      Link zum Video (12:58):
      https://www.tfam.museum/MultiMedia/Media.aspx?id=511&MT=13&ddlLang=en-us#top

      Anmerkung: In Minute 1:28 bis 1:38 ist ein Fehler in der Untertitelung: Miyuki Tsugami spricht von 1900, nicht 1990.... weniger zeigen
    • Neuer Kunstkatalog LINKING TRANFORMATIONS
      Neues

      16.10.2020

      Die Ausstellung LINKING TRANSFORMATIONS - Positionen japanischer und norddeutscher Gegenwartskunst in der Stadtgalerie Kiel wurde am wurde am 26. September eröffnet und kann noch bis zum 29. November 2020 besucht werden. Zur Ausstellung ist nun ein Kunstkatalog erschienen. Kunstkatalog Künstler*innen: Janine Gerber, Nobuyuki Osaki, Keníchiro Taniguchi, ... mehr lesen
      Die Ausstellung LINKING TRANSFORMATIONS - Positionen japanischer und norddeutscher Gegenwartskunst in der Stadtgalerie Kiel wurde am wurde am 26. September eröffnet und kann noch bis zum 29. November 2020 besucht werden. Zur Ausstellung ist nun ein Kunstkatalog erschienen.

      Kunstkatalog
      Künstler*innen: Janine Gerber, Nobuyuki Osaki, Keníchiro Taniguchi, Aiko Tezuka, Rikuo Uead, Constanze Vogt
      Umfang: 72 Seiten, Hardcover
      Preis: 18 Euro
      Bestellung telefonisch (+49 431 901 3400) oder per Mail (stadtgalerie@kiel.de)

      Ausstellung
      26.09.-29.11.2020
      Stadtgalerie Kiel
      Eintritt frei
      Mehr Informationen: https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/museum/_kalendereintrag.php?263209-918571

      ... weniger zeigen
    • Rediscovery of the week Teil 5 - Miyuki Tsugami
      Neues

      18.09.2020

      Künstlergespräch mit Miyuki Tsugami und Wolf Jahn (Hamburg, Oktober 2019) Wolf Jahn: Warum fasziniert Sie die Landschaft als Sujet? Landschaft hängt sehr eng mit dem Leben des Menschen zusammen und im Grunde ist alles Landschaft, was wir sehen. Als ich Teenager war, habe ich mich zum ersten Mal bewusst in der Landschaft, also vor Ort gezeichnet. ... mehr lesen
      Künstlergespräch mit Miyuki Tsugami und Wolf Jahn (Hamburg, Oktober 2019)

      Wolf Jahn: Warum fasziniert Sie die Landschaft als Sujet?

      Landschaft hängt sehr eng mit dem Leben des Menschen zusammen und im Grunde ist alles Landschaft, was wir sehen. Als ich Teenager war, habe ich mich zum ersten Mal bewusst in der Landschaft, also vor Ort gezeichnet. Menschen kommunizieren durch die Sprache oder Gesten. Mir wurde damals bewusst, dass ich durch meine Bilder kommunizieren kann. Ich begebe mich zu einem Ort und zeichne, und dabei versuche ich, den Ort auf einem Blatt Papier einzufangen. Beim Skizzieren geht es darum, wie man die Welt empfängt/wahrnimmt und „ausschneidet“.


      WJ: Mir scheint, dass Sie überwiegend Kulturlandschaften, also zum Beispiel vom Menschen gestaltete Orte wie Städte oder Ackerland als Motive haben. Stimmt das?

      Es gibt eigentlich keine Landschaft, die nicht vom Menschen gemacht ist, denn eine Landschaft entsteht nicht ohne den Menschen, der sie betrachtet. Das Meer, der Himmel, der Erdboden: Alles „entsteht“ durch ein solches „Aufschneiden“ oder Aufteilen der Welt durch den Menschen. So gesehen ist praktisch alles Landschaften, die vom Menschen gemacht sind.


      WJ: Ist Ihre Arbeitsweise ähnlich wie bei Mondrian, der ja zum Beispiel einen Baum erst realistisch gemalt und nach und nach abstrahiert ha, oder bei Turner, der ja das Licht auf der Meeresoberfläche abstrahiert eingefangen hat?

      Ich selbst würde meine Werke nicht „abstrakte Malerei“ bezeichnen, weil ich mit einer solchen Kategorisierung Probleme habe. Mir geht es nicht darum, die Landschaft auf meine individuelle, persönliche Weise abstrahiert zu malen, sondern darum, zunächst physisch, also körperlich direkt vor Ort in der Landschaft anwesend zu sein und den Ort wahrzunehmen und zum Zeitpunkt, in dem ich das alles auf der Leinwand rekonstruiere und sozusagen reproduziere, achte ich darauf, möglichst objektiv zu sein. Mit „objektiv“ meine ich, dass ich versuche, Bilder zu erschaffen, zu denen jeder Betrachter, der davor steht, an Orte in seiner eigenen Erinnerung erinnert werden kann, also dass die Bilder etwas, was in dem jeweiligen Betrachter steckt, berührt bzw. daran verknüpft werden können; so eine Objektivität strebe ich an. Mein Ziel ist also nicht meine persönliche Hamburg- oder Osakabilder zu erschaffen, sondern ich möchte, dass die Bilder sozusagen als alles mögliche betrachtet werden können. In dieser Hinsicht würde „Individualität“ stören. Im Gegenteil, ich versuche, so zu malen, in dem ich mich zurücknehme.


      WJ: Als Ergebnis könnten Ihre Bilder vielleicht äußerlich betrachtet formal als abstrakt bezeichnet werden, aber das sieht also lediglich als Ergebnis so aus und es ist nicht beabsichtigt.

      Ich finde, dass man mit dem Wort „abstrakt“ vorsichtig umgehen sollte und genau hinhören muss, was damit gemeint ist. Es ist ein „delikates“ Wort. Und ja, in der heutigen Zeit, in der man immer und überall mit seinem Handy Fotos machen kann, hat das Zeichnen auf Papier ein anderes Gewicht oder eine andere Bedeutung als in der Zeit von Mondrian oder Turner. Ein Bild zu malen ist ja ein Prozess, eine Botschaft oder Aussage auf einem flachen Grund einzuritzen, ähnlich wie bei dem Rosettastein. Etwas dreidimensionales, räumliches in einer zweidimensionalen Fläche einzufangen und dabei eine unendliche Weite zu gewinnen.


      Miyuki Tsugami, 2018, sketch

      WJ: Wie sieht der Arbeitsprozess aus?

      Ich finde es wichtig, nicht nur mit meinen eigenen Augen zu sehen, sondern die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Orte zu recherchieren, um Hamburg oder Osaka im weiten Sinne zu begreifen und es somit durch einen Filter der Objektivität zu passieren. Zuerst zeichne ich vor Ort in der Landschaft. Danach fertige ich im Atelier Studien auf Papier an und experimentiere mit den Kompositionen und Farben, treffe Entscheidungen. Erst nach diesen zwei Schritten beginne ich, mich der Leinwand zuzuwenden. In dem Stadium sind im Grunde bereits alle Entscheidungen in Bezug auf Farben oder Kompositionen getroffen. Aber trotzdem gibt es manchmal solche spontanen Einfälle wie bei dem einen ursprünglich vierteiligen Hamburg-Bild, bei dem ich das eine Bild vom linken Rand einfach wegnahm und zu einem ursprünglich zweiteiligen Osaka-Bild am linken Rand hinzugefügt habe. Bei meinen Arbeiten bin ich in verschiedene Personen gespaltet: Die Person, die Skizzen anfertigt und eine andere Person, die diese Skizzen betrachtet und deren Linien auseinanderwirbelt und es als Studien auf Papier rekonstruiert und wieder eine andere Person, die auf Leinwand malt. Bei den Skizzen und Studien schreibe ich neben den Zeichnungen auch Notizen rein – während dieser Phase werden die noch nicht zu Ende gedachten Zwischenstände aufgezeichnet, also sind das sozusagen meine Gedanken. Deshalb kann ich die Studien nicht verkaufen.


      Miyuki tsugami, 2018, sketch, Hamburg

      WJ: Was bedeutet Wasser für Sie?

      Wasser ist überall in der Landschaft vorhanden. Es fließt und zirkuliert ebenso im Körper des Menschen. Ich verwende auch Aquarellfarben, wenn ich draußen skizziere, und auch im Atelier verwende ich Wasser statt Öl für die Pigmente.... weniger zeigen
    • REDISCOVERY OF THE WEEK Teil 4: Mitsunori Kitsunai
      Neues

      07.07.2020

      Wie kommen die Kompositionen und Motive in deinen Bildern zustande? Es gibt verschiedene Wege: Ich finde Motive, die im schummerigen Licht schön aussehen würden. Ich suche auch nach Figuren, die in Kombination mit den jeweiligen Motiven eine interessante Wirkung entfalten. Wenn ich Manga von Hokusai (Skizzen von Hokusai) betrachte, habe ich oft ... mehr lesen
      Wie kommen die Kompositionen und Motive in deinen Bildern zustande?

      Es gibt verschiedene Wege: Ich finde Motive, die im schummerigen Licht schön aussehen würden. Ich suche auch nach Figuren, die in Kombination mit den jeweiligen Motiven eine interessante Wirkung entfalten. Wenn ich Manga von Hokusai (Skizzen von Hokusai) betrachte, habe ich oft das Gefühl, dass die Charaktere dort jeden Augenblick in Bewegung geraten. Ich hatte die Idee, da eine interessante Situation einzubauen und interessantes entstehen zu lassen; so entstand diese Serie.


      Woher kommt die Figur in deiner Arbeit „Gluttony / Völlerei“?

      Was das Bild "#139 大食 (Gluttony / Völlerei), 2018" angeht, das ich 2018 für die Ausstellung „small is beautiful“ (in der Mikiko Sato Gallery) angefertigt hatte, habe ich aus dem Bild „Gekka tanukizu" (übersetzt "Tanuki* unter dem Mond") von Shohaku Soga (japanischer Maler aus der mittleren Edo-Zeit, 1730–1781) zitiert. In diesem Werk ist ein Tanuki im Mondlicht zu sehen, der fröhlich auf seinem Bauch trommelt. Vermutlich entstand das Bild, als Shohaku Anfang 30 war; mehr weiß man darüber nicht. Dieses Tanuki-Bild hatte ich also schon länger in meinem Hinterkopf und wollte es in einer meiner Arbeiten auftauchen lassen. Den Titel habe ich aus den sieben Todsünden entnommen.

      *Tanuki: japanischer Maderhund / Waschbär


      Gekka tanukizu von Shohaku Soga

      Wie kamst du auf Shohaku Soga?

      Ich begegnete den Werken 2005 in einer Ausstellung im Kyoto National Museum. Der damals als „Häretiker“ bekannt gewordene Shohaku Soga fügte Werken anderer Meister einige Pinselstriche hinzu und besiegelte zusätzlich mit seinem Stempel. Diesen für damalige und heutige Zeit anmaßenden Akt führte er auf sehr erhabene und freie Art und Weise. Ich fühlte mich besonders hingezogen zu seiner einzigartigen Ausstrahlung. In meinen Arbeiten setze ich in völlig arglose Alltagsszenerien diese Charaktere hinzu, die ihrer Umgebung völlig unähnlich sind; Es ist eine Hommage an den Meister Shohaku Soga, der eben sehr frei gemalt hat.

       

      In anderen Bildern sind Zitronen, Croissants oder Weingläser in etwas dunkel geratenem Licht zu sehen (siehe Bildergalerie hier). Dem Betrachtenden kommen da vielleicht verschiedene Assoziationen in den Sinn: Zum Beispiel „Lob des Schattens“, ein Essay des japanischen Schriftstellers Junichiro Tanizaki, der darin die Rolle der Dunkelheit und des Schattens in der japanischen Ästhetik erörtert. Ein anderer möglicher Gedanke wäre, dass in Haruki Murakamis Romanen auch auffallend oft „universelle“ Gerichte wie Sandwich oder Toast auftauchen statt lokal anmutender Gerichte wie Nudelsuppen. Die Zitrone mit dem dunklen Hintergrund lässt an Stillleben mit Früchten aus dem 17. Jahrhundert denken, etwa aus Holland.

      Dass ich mit einem dunklen Hintergrund arbeite, ist von der Barockmalerei beeinflusst. Ich hatte als Kind zuhause Bildbände über westliche Malerei, die etwa die Renaissance bis Picasso umfassten. Darin mochte ich am liebsten die Barockmalerei, etwa von Georges de la Tour, Vermeer und Caravaggio. Der Reiz der Barockmalerei besteht für mich unter anderem in der Verschmelzung von dieser meisterhaften handwerklichen Fertigkeit, so gar keine einzelnen Pinselstriche mehr erkennen zu lassen und der künstlerischen Kreativität.
      Was die Zitronen als Motiv angeht, habe ich – vor dem Hintergrund, dass das Motiv oft in der Barockmalerei auftaucht – natürlich bewusst gewählt. Und dass in meinen Arbeiten oft andere "westliche" Motive wie Weingläser und Brot auftauchen, ist auch von der Barockmalerei bzw. westlichen Malerei beeinflusst. Aber darüber hinaus finde ich es interessant, gegensätzliche Dinge, z.B. die östliche Kultur wie Hokusai oder Shohaku Soga und die westliche Kultur wie Weingläser, oder Edo-Ära und die heutige Zeit, oder flache, zweidimensionale Charaktere und realistisch gemalte Motive, auf einer Bildfläche verschmelzen zu lassen.
      Mit den Werken von Haruki Murakami und Junichiro Tanizaki kenne ich mich nicht aus, aber ich finde es interessant, meine Arbeiten mit "Lob des Schattens" zu verbinden. Natürlich lebe ich in einem anderen Zeitalter als Tanizaki, aber was die Ästhetik in der östlichen Kultur angeht, kann es sein, dass da Gemeinsamkeiten zu finden sind. Ich glaube, vereinfacht gesagt, behauptet Tanizaki, dass man in der westlichen Ästhetik alle Ecken eines Raums hell ausleuchten würde, wogegen die japanische Ästhetik in Schatten bestünde, nur mit natürlicher Lichtquelle oder einer Papierlaterne beleuchtet.
      Auch in der Malerei könnte man sagen, dass in der westlichen Ästhetik grundsätzlich die Bildfläche bis zu den Rändern ausgemalt wird, wogegen die Schönheit nach östlicher Ästhetik, allen voran in der Tuschmalerei, gerade in den unausgefüllten Räumen besteht. Mit dem dunklen Hintergrund bei meinen Arbeiten möchte ich auch die Schönheit des leeren Raums zur Geltung bringen.


       

       

      ... weniger zeigen
    • NEUER ONLINE SHOP / HIROSHI TAKEDA T-SHIRT EDITION
      Neues

      26.06.2020

      Es ist uns eine große Freude, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Online Shop ab sofort für Sie bereit steht. Wir eröffnen diesen mit einer sommerlichen T-Shirt Edition, die in Zusammenarbeit mit unserem Künstler Hiroshi Takeda entstanden ist. Ausgangspunkt für das Design ist Takedas Gemälde portrait 01 aus dem Jahr 2009, das den Beginn einer ... mehr lesen
      Es ist uns eine große Freude, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Online Shop ab sofort für Sie bereit steht. Wir eröffnen diesen mit einer sommerlichen T-Shirt Edition, die in Zusammenarbeit mit unserem Künstler Hiroshi Takeda entstanden ist. Ausgangspunkt für das Design ist Takedas Gemälde portrait 01 aus dem Jahr 2009, das den Beginn einer bis heute andauernden, künstlerischen Suche nach der Bedeutung des Portäts im 21. Jahrhundert markiert. Jedes T-Shirt besteht aus 100% Biobaumwolle und wurde lokal von Hand mittels eines hochwertigen Siebdruckverfahrens bedruckt. Es sind drei verschiedene Farbkombinationen in den Größen S, M, L verfügbar. 

      Zukünftig bieten wir Ihnen ebenfalls eine Auswahl an zeitgenössischer Malerei, Zeichnung, Fotografie und Bildhauerei sowie andere limitierte Editionen unserer Künstlerinnen und Künstler an. Unsere zuverlässigen Versandpartner stellen zudem sicher, dass diese gut verpackt und ausreichend versichert direkt an Ihre Haustür geliefert werden! Das Online-Angebot wird schrittweise erweitert. Über Neuigkeiten informieren wir Sie über unseren Newsletter.

      Hier geht es zum Online Shop
      ... weniger zeigen
<<
1 / 38
>>