11.09. — 16.10.2021


11. Sep. 2021 - 16. Okt. 2021
EINTAGSFLIEGEN – KEN MATSUBARA UND SHINGO YOSHIDA

Shingo Yoshida, Pärnu, Estonia, 2019; Ken Matsubara, Paper in the Wind, movie, japanese vintage book, projector, mixed media, 2014


蜉蝣 KAGERO


Eintagsfliege - japanisch: Kagero - ist Programm für die kommende Ausstellung der Mikikio Sato Gallery. Vom 10. September bis 9. Oktober zeigt sie Objekte, Videos, Filme und Fotos von Shingo Yoshida und Ken Matsubara. Während Shingos Werk bereits mehrfach in Ausstellungen der Galerie ... mehr lesen


蜉蝣 KAGERO

Eintagsfliege - japanisch: Kagero - ist Programm für die kommende Ausstellung der Mikikio Sato Gallery. Vom 10. September bis 9. Oktober zeigt sie Objekte, Videos, Filme und Fotos von Shingo Yoshida und Ken Matsubara. Während Shingos Werk bereits mehrfach in Ausstellungen der Galerie gezeigt wurde, erlebt der international renommierte Künstler Ken Matsubara seinen ersten Auftritt in Hamburg. Charakteristisch für beide Künstler ist, dass ihre Werke auf die Flüchtigkeit allen irdischen Daseins Bezug nehmen. Shingo, indem er von kulturellen, der Zeit anhaftenden Mythen und Legenden berichtet, auf die er während seinen weltweiten Reisen trifft. Matsubara dadurch, dass er sich mit seinen Filmen und Fotos explizit auf klassisch-buddhistische Poetik und Ästhetik bezieht.

Ausgangspunkt für eine seiner jüngsten Reisen war für Shingo Yoshida eine alte Postkarte aus dem Jahre 1964. Sie führte ihn nach Estland zum "Pärnu Rannahoone" (Pärnu Sea House), einer alten, heute noch erhaltenen Touristik-Anlage aus Sowjet-Zeiten. Vom eleganten Gebäude samt seiner maritimen Umgebung erzählt Shingo mit Film und Foto. Sein zweiter Film brachte ihn ins katalonische Spanien, nach Bausen, wo er der Existenz sagenumwobener Elfen nachging. Diese, so wird berichtet, locken den Wanderer, der durch die Wälder streift, auf falsche Fährten ….

Mit Ken Matsubara, dessen für letztes Jahr vorgesehene Einzelausstellung aus Pandemiegründen ausfiel, präsentiert sich ein klassisch fernöstlich anmutendes Werk. Mit kurzen Filmsequenzen und Fotos in bestechendem Schwarzweiß zelebriert Matsubara die Flüchtigkeit allen Daseins. Dabei bezieht er sich u.a. auf das buddhistische Herz Sutra, jap. Hannya shingyō, das „Herzstück“ des Sutras der Höchsten Weisheit (Prajnaparamita Sutra): „Form ist nicht verschieden von Leere, Leere ist nicht verschieden von Form.“ Bewegtes Wasser in einer Schüssel, das den Mond formt und deformiert; ein Blatt Papier, das der Wind vor sich treibt und der dadurch sichtbar wird - mit kurzen Sequenzen wie diesen (ver-)führt uns Matsubara in jenen Raum, den Roland Barthes einst als das „Reich der Zeichen“ bezeichnete.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Eröffnung: Freitag, 10. September 2021, 16 – 21 Uhr
Ausstellung: 11. September – 16. Oktober 2021

... weniger zeigen